Seit 20 Jahren können Reisende und Besuchende am Bahnhof Wolfsburg zeitgenössische Kunst erleben. In Kooperation mit der Städtischen Galerie Wolfsburg wird mit der KUNST-STATION im Wartebereich des Bahnhofs verschiedenen Kunstschaffenden halbjährlich ein Ort zur Gestaltung geboten. Den Anfang machte damals der Künstler Daniel Buren mit seinem berühmten Bodenkunstwerk, das man weiterhin am Bahnhof begutachten kann. Zum 20-jährigen Jubiläum gastiert die Arbeit „Coffee to go“ der Berliner Künstlerin Katharina Arndt am Bahnhof.
In der KUNST-STATION am Wolfsburger Hauptbahnhof können Reisende und Besuchende während des Wartens Kunst genießen.
Zeitgenössische Fotografie, „Spielzeug-Giganten“ oder ein ganzer Raum aus rotem Kunstrasen. Seit 2006 verwandelt sich der Wartebereich am Wolfsburger Hauptbahnhof regelmäßig in einen öffentlich zugänglichen Kunstraum. Die KUNST-STATION wird von den 18000 Reisenden und Besuchenden, die täglich den Bahnhof besuchen gerne gesehen – macht sie doch möglich, Kunst direkt im Bahnhof zu erleben. Der Wartebereich ist rund um die Uhr geöffnet und ermöglicht so einen barrierefreien Zugang zu einem niederschwelligen Kulturangebot.
Die KUNST-STATION ist innerhalb der Deutschen Bahn ein einzigartiges Projekt. Es entstand in Kooperation mit der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg, der Deutschen Bahn und der Unterstützung der Neuland Wohnungsgesellschaft und begann mit der Installation des dauerhaften Bodenkunstwerks des Künstlers Daniel Buren. 2005 wurde sie als Kunstwerk fertiggestellt. Diese Arbeit gilt als Initialzündung für die Idee der KUNST-STATION, die anschließend 2006 gegründet wurde. Der "Buren Boden" war damals ein Geschenk der Stadt Wolfsburg zur Modernisierung des Wolfsburger Hbf.
Jetzt – 20 Jahre später zum Jubiläum – dürfen sich die Menschen am Bahnhof an der Kunst der Berliner Künstlerin Katharina Arndt erfreuen. Ihre großformatige Wandarbeit greift Szenen des alltäglichen Bahnhofsgeschehens auf: Menschen mit Rollkoffern und Umhängetaschen, schnelle Blicke aufs Smartphone, Backwarentüten und Coffee-to-go-Becher. Mit humorvoller Überzeichnung und farbintensiver Bildsprache kommentiert Arndt die Dynamik und Rastlosigkeit moderner Mobilität. Die Arbeit greift das Motiv des Unterwegsseins auf, der Charaktere jener Menschen, die täglich durch den Bahnhof laufen und verbindet es mit Fragen nach Identität und Selbstinszenierung im öffentlichen Raum. Arndts Figuren folgen keinem Schönheitsideal, vielmehr feiern sie das Individuum und die Vielfalt des Lebens.
Die Ausstellung „Coffee to go“ ist noch bis 30.08.26 am Hauptbahnhof Wolfsburg zu sehen.