Der Zukunftsbahnhof Müssen wurde im Zuge der Korridorsanierung auf der Strecke Hamburg – Berlin als einer von 28 Bahnhöfen umfassend modernisiert. Neue, ansprechende Wetterschutzhäuschen sorgen für mehr Sicherheit und Komfort an den Bahnsteigen. Diese wurden verlängert, um auch längeren Regionalzügen gerecht zu werden. Zusätzlich stehen Reisenden und Besuchenden durch moderne Reisendeninformationen, wie dem dynamischen Schriftanzeiger DSA+ und dem Digitalen Aushang Baukommunikation (DAB) mehr Informationen am Bahnhof zur Verfügung.
Auf dem neuen und verlängerten Außenbahnsteig finden sich auch Blindenleitstreifen zur besseren Orientierung.
Regionale Infos zum Bahnhof
Link zu diesem Abschnitt kopierenDer Bahnhof Müssen, gelegen im Herzogtum Lauenburg, teilt sich seine Ursprünge mit der geschichtsträchtigen Berlin-Hamburger Bahn und wurde im Zuge deren Eröffnung im Jahr 1846 in Betrieb genommen. Müssen entwickelte sich eher zu einer ländlichen Station, deren Bedeutung eng mit der regionalen Wirtschaft verknüpft war.
Für das landwirtschaftlich geprägte Umland war der Bahnhof über Jahrzehnte hinweg der entscheidende Lebensnerv. Er ermöglichte den lokalen Bauern und Betrieben den schnellen Transport von Gütern, Vieh und Agrarprodukten in die expandierende Metropole Hamburg. Zeitgleich profitierte die Gemeinde von der Ansiedlung kleinerer Gewerbebetriebe im direkten Bahnhofsumfeld, was den Wandel des Ortes maßgeblich vorantrieb.
Während der deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Situation drastisch. Da die Strecke als eine der wenigen Interzonenverbindungen zwischen Hamburg und Berlin genutzt wurde, rollten die internationalen Züge und Transitzüge zwar an Müssen vorbei, der lokale Güter- und Personenverkehr war durch die Nähe zur innerdeutschen Grenze jedoch stark reglementiert und eingeschränkt.
Nach dem Mauerfall und im Zuge des Ausbaus der Schnellfahrstrecke Hamburg-Berlin wurde die Station umfassend modernisiert. Das historische Empfangsgebäude wich im Laufe der Zeit funktionalen, modernen Bahnsteiganlagen. Heute hat sich der Bahnhof Müssen vollständig zu einem wichtigen Haltepunkt für den Regionalverkehr entwickelt. Als Teil des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) dient er täglich Hunderten von Pendlern als moderner, barrierefreier Einstiegspunkt in die Metropolregion Hamburg und sichert so die vitale Anbindung der ländlichen Region an die Hansestadt.
Was ist neu?
Link zu diesem Abschnitt kopierenSchöner Warten
Link zu diesem Abschnitt kopierenTrockene Wartebereiche und mehr Komfort – neue Wetterschutzhäuschen und sanierte Überdachungen schützen zuverlässig bei Regen oder Wind und machen den Aufenthalt angenehmer. Die Beleuchtung am Bahnhof wurde ebenso wie die Vitrinen auf den neuesten Stand gebracht. Die neuen Sitzmöglichkeiten runden das Gesamtkonzept ab.
Bequemer unterwegs am Bahnhof
Link zu diesem Abschnitt kopierenDer Bahnhof Müssen wird barrierefrei ausgebaut, sodass Fahrgäste künftig erstmals stufenlos den Bahnsteig erreichen können. Leider haben sich die Arbeiten zur Fertigstellung der neuen Aufzüge aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen Anfang des Jahres verzögert. Fertig gestellt werden sollen die Aufzüge bis voraussichtlich Ende Oktober.
Flexiblerer Reisemöglichkeiten
Link zu diesem Abschnitt kopierenDie Verlängerung der Außenbahnsteige auf 220m ermöglich perspektivisch den Einsatz längerer Regionalzüge.
Umfangreichere Fahrgastinformation
Link zu diesem Abschnitt kopierenGut informiert, einfach orientiert: Der Dynamische Schriftanzeiger (DSA+) bietet Lesekomfort mit einem mehrzeiligen Display. Zusätzliche Funktionen wie der „Digitale Aushang Baukommunikation“ (DAB) und ein Ansagetaster ermöglichen barrierefreie Information – auf Knopfdruck.
Sicher zum Bahnsteig
Link zu diesem Abschnitt kopierenDank der neu angelegten Treppenanlage mit einer Rampe, zum Beispiel für Fahrräder, wird der Bahnsteig nun gut mit dem Umfeld verbunden. Die Bahnsteige wurden in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund NAH.SH verlängert, um auch den Einsatz längerer Regionalzüge möglich zu machen.
Identitätsstiftende Gestaltung
Link zu diesem Abschnitt kopierenDie 28 Bahnhöfe, die ihm Rahmen der Korridorsanierung erneuert wurden, zeichnen sich durch ein gemeinsames Designkonzept in den Farben der regionalen Landschaft aus. Trotzdem hat jede Station ihren eigenen Stil. In Personenunterführungen, Wandgestaltungen oder Bildern zeigen sich Motive, die die jeweilige Station und ihre Umgebung ausmachen. So entsteht einerseits ein hoher Wiedererkennungswert entlang des gesamten Korridors, andererseits bleibt an jedem Bahnhof Raum für eine eigene, identitätsstiftende Gestaltung.
Was bedeutet Zukunftsbahnhof?
Link zu diesem Abschnitt kopierenZukunftsbahnhof ist eine Initiative zur Modernisierung und Verbesserung von Bahnhöfen in Deutschland von der DB InfraGO AG. Ziel dieser Initiative ist es, Bahnhöfe zu kundenfreundlicheren, effizienteren und umweltfreundlicheren Orten zu machen, die den Bedürfnissen der Reisenden und der Gesellschaft gerecht werden.
Für weitere Informationen können Sie die Webseite der DB InfraGO AG besuchen: