Deutsche Bahn
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trainsome sessions 2021

Es ist wieder soweit!

Die Musik kommt zurück in die Bahnhöfe mit der neuen Staffel der trainsome sessions. Mein Einkaufsbahnhof und Warner Music CE gleisen ihre musikalische Performance-Reihe wieder auf, die ausgewählte Kunstschaffende in unterschiedliche, besondere Bahnhöfe bringt.


Den Auftakt macht die junge Hamburger Sängerin und Songwriterin Malou. Am zauberhaften historischen Bahnhof Coburg performt sie ihren neuen Song „Contact“ als Akustik Version.

Als Malou abends in Coburg eintrifft, hat sie bereits einige Stunden Zugfahrt hinter sich. Doch das sieht man der 23-Jährigen nicht an, im Gegenteil: sie ist von einer geradezu strahlenden Aura umgeben: „Mich macht es jedes Mal glücklich, wenn ich an einem Bahnhof bin und irgendwo hinreisen kann und meinen Traum leben darf“, sagt die Hamburger Künstlerin.

Wenn es dann noch ein Bahnhof wie der im oberfränkischen Coburg ist, fühlt es sich ganz besonders gut an, nicht umsonst wurde das 1857/1858 erbaute Gebäude von der Deutschen Bahn zum „Zukunftsbahnhof“ ernannt – nur insgesamt 16 dürfen in ganz Deutschland diese Bezeichnung tragen 

Nach der Zugreise hatte Malou sich zunächst ein wenig die Füße vertreten und bei einem Spaziergang über die Bahnsteige die klare Abendluft eingeatmet. Nun begibt sie sich in die Empfangshalle des Gebäudes, wo sie in wenigen Momenten eine Akustiksession mit ihrer Single „Contact“ spielen wird. 

„Das hat ein Flair, als würde man hier in eine Pariser Kunsthalle kommen und nicht in einen Bahnhof“, staunt Malou über die besondere Atmosphäre in der Empfangshalle, „sehr romantisch, aber auch sehr ästhetisch“. Und dann wird es: sehr gefühlvoll und sehr ungefiltert. Nur begleitet von einem Gitarristen, singt Malou ihren Song „Contact“, der von einem der seltenen Momente im Leben handelt, in denen man von einer – womöglich wildfremden – anderen Person wie magnetisch angezogen wird.

„Contact“ ist nach den allesamt 2021 veröffentlichten „All Or Nothing“, „Focus” und “Mind Control” die vierte Single der jungen Musikerin, die neben ihren eigenen Songs u.a. bereits mit anderen Künstlern wie Mausio, Deepend, SAINT WKND, Nils Hoffmann und Ben Böhmer zusammenarbeitete. Auch für den Kinofilm „Balaya“ schrieb sie den Titelsong.  

Was war der schönste „Contact“, den du bei einer Bahnfahrt oder Bahnhofbegegnung hattest?

Malou: Das ist tatsächlich gar so lange her, ich glaube, drei, vier Monate. Ich war – wie so oft – auf dem Weg nach Berlin und mit mir saß eine weitere Frau im Abteil. Wir kamen ins Gespräch, und mittlerweile ist sie tatsächlich eine ganz gute Freundin geworden und wir sehen uns mindestens einmal in der Woche, da sie auch in Hamburg wohnt.


Was war deine Inspiration für den Song „Contact“, den du in Coburg performt hast?

Malou: Es begann mit einer Melodie – für mich sind Melodien immer das Wichtigste. Der Text entstand dann, weil ich über das Gefühl nachdachte, das der Song beschreibt: diese innere Spannung und das Verlangen, dass man unbedingt Nähe zu der anderen Person haben und sie berühren möchte.


Gab es einen besonderen Moment in deinem Leben, der dich dazu bewegt hat, Musik zu machen?

Malou: Es gab nicht „den einen besonderen Moment“, eher „dieses eine besondere Gefühl“, das ich einfach schon immer hatte: Sängerin werden zu wollen und auf der Bühne zu stehen. Ich wollte schon als Kind häufiger Mal im Mittelpunkt stehen, auf die Bühne rennen. Niemand anderes durfte darauf sein, nur ich.


Was möchtest du mit deiner Musik erreichen?

Malou: Ich wünsche mir, dass es Leuten durch eine schwierige Zeit hilft, wenn sie meine Musik anhören. Oder ganz generell, dass sie eine Emotion auslöst, die ihnen weiterhelfen kann, ob sie nun glücklich macht oder traurig und sie dadurch besser weinen können.


Angenommen, du wärest in einem anderen Universum keine Musikerin, was wärest du dann?

Malou: Dann wäre ich auf jeden Fall Stylistin und würde irgendetwas mit Mode machen.


Das Musikbusiness bringt dich sicher dazu, viel zu verreisen. Was ist jetzt Heimat für dich?

Malou: Heimat für mich ganz eindeutig, wenn ich im Zug sitze und in Hamburg einfahre. Wenn ich diese wunderschöne Stadt erblicke, weiß ich, dass ich wieder zu Hause bin.